Das Schloss in den Sternen

Frankreich im 19. Jahrhundert. Claire ist eine Forscherin aus ganzem Herzen. Ihr Ziel ist der Nachweis von sogenanntem Äther im Weltraum, einer Substanz, die bisher unvorstellbare Projekte ausserhalb der Erde ermöglichen soll. Dafür steigt Sie mit ihrem Forschungsballon immer höher und höher. Als die Detektorlampe endlich den Beweis für die Existenz von Äther anzeigt, ist sie bereist so hoch gestiegen, dass die Instrumente versagen. Sie verschliesst ihr Logbuch mit ihren Erkenntnissen in einem Behälter und wirft es zur Erde.

Claires Sohn, Seraphin, hat ihren Forschungsdrang und die Faszination für den Äther geerbt. Sehr zum Leidwesen seiner Lehrer. Jedes Thema führt der Junge auf den Äther zurück, der sich nicht beweisen lässt. Auch Seraphins Vater würde es lieber sehen, wenn sein Sohn dieses Thema ruhen lassen würde.

Doch dann ändert sich plötzlich alles. Seraphin und sein Vater erhalten einen mysteriösen Brief, in welchem vom Fund des Logbuchs von Claire berichtet wird. Seraphin und sein Vater werden nach Bayern eingeladen.

Doch schon am Bahnhof fangen die Schwierigkeiten an. Preussische Männer versuchen die beiden an ihrer Reise zu hindern.  In Bayern angekommen wird schnell klar, dass König Ludwig den Plan gefasst hat, eine Äthermaschine zu bauen um ins Weltall zu fliegen, wobei ihm Seraphin und sein Vater helfen sollen. Doch auch Bismarck ist an einer solchen Maschine sehr interessiert…

Das Schloss in den Sternen verbindet eine Abenteuergeschichte à la Jules Verne mit einem historischen Setting im Bayern des 19. Jahrhunderts. Pioniergeist, Politik, Verrat, Freiheit und Freundschaft sind nur einige Themen dieser wunderbaren Geschichte. Alex Alice, der in dieser Comicserie sowohl textet als auch zeichnet, schafft eine wahnsinnig schöne Mischung aus Steampunk und Mächrchenoptik. Ausgeklügelte Darstellungen technischer Objekte wechseln sich mit wunderbaren Naturbildern aus Bayern ab. Und dies alles in weichen Farben.

Die Geschichte macht Spass zu lesen, die Figuren sind ungemein sympathisch und trotz der wilden Kombination aus Science Fiction, Pioniergeschichte und historischem Setting (sogar Sissi kommt vor) ist dieser Comic ein sehr harmonisches Gesamtpaket… und so viel sei verraten, im zweiten Teil geht’s tatsächlich ins Weltall.

Bisher sind drei Bände bei Splitter erschienen. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen.

Ein Lieblingscomic von Nina.

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